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Krankheitsbilder
Hörstörungen sind häufig. Man rechnet damit, dass 10% der Schweizer Bevölkerung an einer massiven Schwerhörigkeit leidet, die die soziale und berufliche Kommunikation erheblich beeinträchtigt und deshalb therapiebedürftig ist.
Formen der Schwerhörigkeit:
Die sogenannte Schalleitungsschwerhörigkeit betrifft das Trommelfell und die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) und führt zu einer mechanischen Störung der Schallwellentransmission vom Trommelfell zum Innenohr.
Die Innenohrschwerhörigkeit beruht auf einer Störung der Sinneszellen des Cortischen Organs, die nicht mehr fähig sind, die Schwingungen der Innenohrflüssigkeiten (Peri- und Endolymphe) in Nervenimpulse umzuwandeln.
Mikrochirurgie der Schwerhörigkeit:
Die Hauptdomäne der Mikrochirurgie des Ohres ist die Gehörverbesserung der Schalleitungsschwerhörigkeit. Die meisten der durch Missbildungen, Verknöcherungen (z.B. Otosklerose) und Entzündungen (chronische Mittelohrentzündungen) verursachten Defekte der Gehörknöchelchenkette und des Trommelfells können heute operativ repariert werden.
Zur Verwendung kommt hierzu möglichst körpereigenes Gewebe des Patienten. Wenn kein eigenes Gewebe zur Verfügung steht, muss man für die Gehörverbesserung auf künstliche Prothesen zurückgreifen. Damit gelingt es in 70 90% der Fälle, das Gehör nahezu wieder zu normalisieren.
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